- Solider Geschäftsgang im ersten Halbjahr
- Margenanstieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008
- Stabilisierung bei Mengen und Preisen in allen Segmenten
- Steigerung Cash Flow um 66%
- Gestiegene Eigenkapitalquote von 42%
- Reduzierter Verschuldungsgrad von 50%
- Positiver Ausblick 2009
Wien, 13. August 2009 – Nach dem Boom des ersten Halbjahres 2008 sind Umsätze und Ergebnisse der Constantia Packaging, einer führenden Industriegruppe Österreichs erwartungsgemäß zurückgegangen. Erfreulicherweise konnten weiterhin sehr solide Margen erzielt werden, die gegenüber dem Vorquartal in allen Segmenten gesteigert werden konnten. Der starke Cashflow- plus 66% - wurde dazu verwandt, die Bankverbindlichkeiten weiter zu reduzieren, wodurch der Verschuldungsgradanalog auf 50 % gesenkt wurde, und die Eigenkapitalquote auf 42 % anstieg.
Der Konzernumsatz ging im Halbjahresvergleich von € 1.085,8 Mio. in 2008 um 22 % auf € 847,0 Mio. im abgelaufenen Halbjahr zurück. Infolge der Kostendisziplin fiel der Rückgang im EBITDA mit 16 % von € 161,7 Mio. auf € 136,3 Mio. wesentlich geringer aus. Die EBITDA-Marge konnte auf 16,1 % gesteigert werden. Das EBIT im ersten Halbjahr 2009 betrug € 79,7 Mio. nach € 105,3 Mio., dies entspricht einer Marge von 9,4 %. Das Periodenergebnis (nach Steuern und Anteilen von Minderheitsgesellschaftern) lag mit € 41,1 Mio. um 24 % unter dem der Vorjahresperiode von € 53,7 Mio., welches noch von der Boomphase geprägt war.
Die Investitionen wurden entsprechend der Nachfrage um 33 % auf € 33,6 Mio zurückgenommen. Der Mitarbeiterstand ging im Stichtagsvergleich um 10 % auf 7.567 per 30. Juni 2009 zurück. Am Standort Ranshofen der AMAG wird kurzgearbeitet.
„Gerade in diesen volatilen, schwierigen Zeiten bewähren sich die solide Bilanzstruktur, die rechtzeitig sichergestellte Finanzierung und das stabile, auch auf Diversifikation beruhende Geschäftsmodell in besonderem Maße. Aus heutiger Sicht gehen wir deshalb verhalten optimistisch in die zweite Jahreshälfte und denken, dass wir im Gesamtjahr an die erfreulichen Ergebnisse des Jahres 2008 anschließen können.“, erklärt Dr. Hanno M.Bästlein, Sprecher des Vorstands der Constantia Packaging AG.
Ergebnisse im Detail
Der Konzernumsatz ging im Halbjahresvergleich von € 1.085,8 Mio. in den ersten sechs Monaten 2008 um 22 % auf € 847,0 Mio. im abgelaufenen Halbjahr zurück. Entsprechend der strategischen Unternehmensausrichtung und noch stringenteren Fokussierung auf die Kernmärkte erfolgte mit 1. April 2009 das Closing der Transaktion des Verkaufs von 60 % am Joint Venture Danapak Flexibles A/S an das dänische Unternehmen Arla Foods. Gleichzeitig wurden sämtliche Anteile an der Corona Packaging A/S, die sowie die Danapak im Verpackungsgeschäft für Molkerei- und Lebensmittelprodukte tätig ist, erworben.
Infolge der Kostendisziplin fiel der Rückgang im EBITDA mit 16 % von € 161,7 Mio. auf € 136,3 Mio. wesentlich geringer aus. Die EBITDA-Marge konnte erfreulicherweise auf 16,1 % gesteigert werden.
Das EBIT im ersten Halbjahr 2009 betrug € 79,7 Mio. nach € 105,3 Mio., dies entspricht einer Marge von 9,4 %.
Die Investitionen sanken aufgrund der geringen Nachfrage um 33 % auf € 33,6 Mio.. Die Abschreibungen beliefen sich auf € 56,6 Mio. Der Mitarbeiterstand ging im Stichtagsvergleich um 10 % auf 7.567 per 30. Juni 2009 zurück. Am Standort Ranshofen der AMAG wird kurzgearbeitet.
Das Periodenergebnis (nach Steuern und Anteilen von Minderheitsgesellschaftern) lag mit € 41,1 Mio. um 24 % unter dem der Vorjahresperiode von € 53,7 Mio., welches noch von der Boomphase geprägt war.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag mit € 150,6 Mio. im ersten Halbjahr 2009 beträchtlich über dem des Vorjahres von € 91,2 Mio. Die Begründung liegt, neben den stabilen Ergebnissen, in einer konsequenten Optimierung des Working Capitals, der Kostendisziplin in allen Segmenten und einem niedrigeren Steueraufwand.
Die Anteile der Segmente am Konzernumsatz betrugen im ersten Halbjahr 30 % für das Segment Aluminium, 15 % für das Segment Wellpappe und 58 % für das Segment Flexible Verpackung (minus 3 % konzerninterne Umsätze).
Im Segment Aluminium ist die Nachfrage nach Folienvorwalzband für Verpackungen von Nahrungsmitteln und Medikamenten weiterhin zufriedenstellend. Im Automobilbereich und im Flugzeugbau ist eine Bodenbildung und wiederanziehende Nachfrage erkennbar. Der Umsatz des Segments Aluminium reduzierte sich von € 423,4 Mio. in der Vorjahresperiode um 41 % auf € 251,1 Mio. im ersten Halbjahr 2009. Der Umsatzrückgang ist vorwiegend auf Preiseffekte wegen der gesunkenen Notierung für Aluminium an der LME zurückzuführen. Das EBITDA reduzierte sich von € 79,2 Mio. auf € 53,2 Mio. in 2009, das entspricht einer Marge von 21,2 %; das EBIT respektive von € 57,8 Mio. auf € 30,3 Mio. (Marge 12,1 %). Das über den Erwartungen liegende Ergebnis wird durch Effekte aus dem Einsparungsprogramm und einem Rückgang der variablen Kosten vor allem im Bereich Energie positiv beeinflusst. Als umgehende Reaktion der AMAG auf die herrschende Nachfrageschwäche wird seit Dezember 2008 ein umfassendes Einsparungsprogramm im Bereich der Personal und Sachkosten umgesetzt. Als Teil dieses Programms gilt seit März 2009 Kurzarbeit für den gesamten Standort Ranshofen. Der Mitarbeiterstand zum 30. Juni 2009 betrug 1.177.
Im Segment Wellpappe kam es zu einer Stabilisierung von Mengen und Preisen auf niedrigerem Niveau. In den nächsten Monaten ist eine saisonale Entspannung durch Nachfrage der Agrarindustrie zu erwarten. Der Umsatz des Segments Wellpappe reduzierte sich durch niedrigere Mengen und Rohstoffpreise im Periodenvergleich um 27 % von € 174,5 Mio. im Vorjahr auf € 126,7. Der Rückgang im EBITDA von € 24,1 Mio. auf € 19,4 Mio. fiel mit 20 % deutlich geringer aus als im Umsatz, die EBITDA-Marge konnte auf 15,3 % angehoben werden. DasEBIT lag mit € 10,4 Mio. um 30 % unter dem Vorjahreswert von € 14,8 Mio. Die Investitionen wurden dem Marktumfeld mit einer Verringerung auf € 2,5 Mio. angepasst. Der Mitarbeiterstand sank um 15 % von 2.446 auf 2.069 zum Ende Juni 2009.
In allen Standorten laufen intensive Kostensenkungs- und Produktivitätsverbesserungsprogramme. Neben Einsparungen in der Beschaffung und Logistik konnten in allen Sachkostenbereichen signifikante Einsparungen erzielt werden.
Die Märkte des Segments Flexible Verpackung entwickeln sich weiterhin stabil in allen drei Divisionen Dairy&Food, Pharma&Film sowie Labels. Der Umsatz des Segments Flexible Verpackung lag mit € 494,6 Mio. um 5 % unter dem des Vorjahres mit € 518,8 Mio. Unter Berücksichtigung der durchgeführten Akquisitionen und Devestitionen im bisherigen Geschäftsjahr und im Vorjahr ergibt sich bereinigt ein lediglich um 2 % niedrigerer Umsatz im Halbjahresvergleich. Das EBITDA betrug € 66,9 Mio. im ersten Halbjahr 2009 nach € 72,2 Mio. im Vorjahr. Das EBIT ging von € 46,8 Mio. auf € 42,5 Mio. zurück. Die Investitionen wurden auf € 17,3 Mio. (nach € 27,2 Mio. in 2008) angepasst, der Mitarbeiterstand um 8 % auf 4.285 per 30. Juni 2009 verringert. In allen Bereichen konnten umfassende Kostensenkungsprogramme erfolgreich umgesetzt werden. Das „Dedicated Plants“-Projekt der Fokussierung von Standorten auf Produktgruppen trägt zunehmend zur kontinuierlichen Produktivitätsverbesserung bei.
Ausblick auf das Gesamtjahr weiterhin positiv
Constantia Packaging hält führende Marktpositionen bei Premiumprodukten,verfügt über ein breit gestreutes, attraktives Portfolio von zusammen über 10.000 Kunden, starke Technologie- und Innovationskompetenzen und damit langfristig attraktive Wachstums- und Ergebnispotenziale. Aufgrund der Bevölkerungs- und Lebensstandardentwicklung haben die Produkte des Konzerns, von denen viele in den täglichen Bedarf gehen, nachhaltigen Verbrauch, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Auf dieser Basis strebt die Constantia Packaging AG konsequent nachhaltiges Wachstum in Ergebnis und Unternehmenswert an, in Kombination mit einer soliden Bilanz und angemessenem Risikoausgleich. Aus heutiger Sicht sollte es möglich sein, an die erfreulichen Ergebnisse des Jahres 2008 anschließen zu können.
Kontakt:
Constantia Packaging AG
Opernring 17, 1010 Wien
Ansprechpartner:
Dr. Hanno M. Bästlein, Vorsitzender des Vorstands
Dr. Veronika Zügel, Leitung Kommunikation
Dr. Wolfgang Schwaiger, Leitung Investor Relations
Tel.: +43 (01) 588 55-0
Fax: +43 (01) 588 55-106
E-Mail: ir(at)constantia-packaging.com
Homepage: www.constantia-packaging.com



